Wenn diese Nachricht nicht richtig angezeigt wird, bitte hier klicken.

seperator
 
 

FRAUENKREBSHILFE
NEWSLETTER 01/2012

INTERVIEW
MIT EINER BETROFFENEN.

 

Wie hat sich deine Einstellung zum Alltag, zum eigenen Körper seit der Diagnose Brustkrebs verändert?
Ich habe erstmals seit der Pubertät ein gutes Einvernehmen mit meinem Körper, hadere nicht mehr mit meinem Aussehen, sondern bin zufrieden, wie ich aussehe. Ich habe auch keine Sekunde das Vertrauen in meinen Körper verloren, eher im Gegenteil, ich nehme mich als Ganzheit wahr.

Hattest du Angst vor der Chemotherapie bzw. vor der Operation?
Vor der Chemo hatte ich keine Angst, ich habe sie als Therapie angenommen und es war fast so etwas wie eine willkommene Zeit, um zur Ruhe zu kommen. (In der Chemoambulanz hatten wir auch immer einen Riesenspass, eher wie in einer Bar, als in einem Krankenhaus) Vor der ersten OP, eigentlich dem danach hatte ich Angst, auf die nun unmittelbar bevorstehende Rekonstruktion freue ich mich fast wie auf einen Urlaub.
Der nahenden Antihormontherapie sehe ich noch mit gemischten Gefühlen entgegen.

Welche Momente während der Therapie waren besonders schwierig oder ergreifend?
Schwierig war, als ich eine Woche nach der ersten (brusterhaltenden) Operation den Anruf erhielt, dass ich noch einmal operiert werden muss und diesmal die komplette Brust entfernt werden muss. Das war eigentlich der erste und einzige Moment seit der Diagnose, dass ich mich völlig hilflos und verzweifelt fühlte.
Sehr berührt hat mich eine Patientin mit inoperablen Metastasen, die ich auf der Chemostation kennenlernte. Sie hat für ihr Leben gerne Süßigkeiten gegessen, diese komplett von ihrem Speiseplan gestrichen und  mit funkelnden Augen ihren Verzicht mit den Worten „….ich gönne es ihm [Anm. dem Krebs] einfach nicht..“ kommentiert.

Welche Energiespender oder Kraftquellen hast du?
Wichtig ist für mich Laufen, ohne Zeit- und Zielvorgabe, einfach querfeldein. 
Außerdem habe ich eine Art Arbeitsbuch angelegt, in dem ich alles notiere, was mir unterkommt und einfällt und für mich von Relevanz scheint.
Aber über all dem stehen die Menschen, die mich in den letzten Monaten begleitet haben. Meine „alten“ Freunde und die wertvollen neuen Beziehungen, die sich seit der Diagnose aufgetan haben und die ich nie mehr missen möchte – DIESE sind meine größten Kraftquellen.

Was ist jetzt neu oder anders in deinem Alltag?
Ich habe gelernt „Nein“ zu sagen, wenn ich etwas nicht mit mir vereinbaren kann und verschwende meine Energie nicht mehr in unnötige Aufregungen.Dafür lache ich gern und viel und es macht unglaublich Spass, wenn andere mit mir lachen.

Wenn du einen Wunsch frei hättest – was würdest du dir wünschen?
Ich möchte all das, was ich durch die Krankheit bekommen habe, nicht mehr verlieren.


Frau R. ist 30 Jahre alt und hatte im November 2011 die Diagnose Brustkrebs erhalten.

 
left
 

BESUCHEN SIE UNSERE
NEUE WEBSITE!
www.frauenkrebshilfe.at

 

FRAUENKREBSHILFE
Sackstraße 26
8010 Graz

+ 43(0) 0664 303 39 38
office@frauenkrebshilfe.at

 

WIR SUCHEN SIE ALS
EHRENAMTLICHE
UNTERSTÜTZERIN!


Spendenkonto:
Frauenkrebshilfe
Bank Austria
BLZ: 12000
Konto-Nr.: 50094130815

 
 
 
 
seperator
 
Um in Zukunft keinen weiteren Newsletter zu erhalten, bitte eine eMail senden, mit dem Betreff "abmelden" an office@frauenkrebshilfe.at
Vielen Dank !